Bernhardt Brand-Hofmeister, Jahrgang 1983, geboren in Darmstadt, lernte mit neun Jahren das Klavierspielen bei Ernst Schuhmann, mit dreizehn Jahren erhielt er Orgelunterricht bei Dirk Bath in Griesheim und war zur weiteren Ausbildung bei Jens-Michael Thies, Heike Ittmann und Improvisation bei Evert Groen.
Sein Schwerpunk liegt im Improvisieren von moderner Orgelmusik in allen Stilrichtungen. Es entstanden neben seiner regen Konzerttätigkeiten auch Rundfunk-(HR4) und TV-(OK, Quadrate TV, ZDF Fernsehgottesdienst) Beiträge.
Einer seiner größten Interessen sind Orgelreisen und das Sammeln historischer Instrumente. Er war von 2006 bis 2011 Organist an der
Ev. Kirche zu Stockstadt am Rhein und auch Organist an der Ev. Kirche in Riedstadt - Crumstadt.
Seit dem 1.August 2011 ist er hauptamtlicher Organist an der großen Steinmeyerorgel
der Ev. Johannes Kirche in Darmstadt.
Außerdem ist er Vorstandsmitglied des Fördervereins für die große Steinmeyerorgel des Wiesbadener Kurhauses, die er auch technisch mittbetreut.
Schwerpunkte und Beschreibung der Musik von Bernhardt Brand-Hofmeister:
Die Improvisation hat eine sehr hohe Bedeutung im Orgelspiel, häufig als Vor- oder Nachspiel zu den Gottesdienstliedern angewandt, da die vorgesehenen Literaturstücke nicht immer passend sind oder den zeitlichen Rahmen der liturgischen Handlungen sprengen würden.
Improvisation ist für mich die schönste Art von Musik, da die Werke nicht am Schreibtisch entworfen und komponiert werden, sondern vielmehr aus einem Moment heraus entstehen. Der daraus entstehende Zufall erlaubt es nicht, die Stücke genau so wiederzugeben, wie wenn man ein Literaturstück spielt. Jedes Stück ist also ein Unikat und immer wieder neu.
Die Improvisation ist kein isoliertes oder selbständiges Handeln, sondern zeigt vielmehr die Verbundenheit zwischen Mensch und Musik. Es zeigt sich der wirkliche und gefühlte Zustand des Musikers. Der Hörer soll nicht mit „schrägen Tönen“ überfallen werden, sondern soll sich in die Musik hinein genommen fühlen.
Ziel ist hierbei die Klänge der Orgel auf neue Weise attraktiv und faszinierend zu machen.
Es kommt beim Zuhören keine Langweile auf, man bleibt gespannt auf die Entwicklung der Improvisationen und deren spieltechnischen Umsetzung, die die Orgel auf nie gehörte - unerhörte - Weise erklingen lässt.