Auf bald, man hört sich...






Bernhardt Brand-Hofmeister, 1983 in Darmstadt geboren, begann bereits im Kindesalter mit dem Klavierspiel und wechselte danach zur Orgelausbildung, zunächst bei Dirk Bath, später u.a. bei Jens Michael Thies und Heike Ittmann. Sehr früh wurde seine Fähigkeit erkannt, einmal Gehörtes in Töne umzusetzen, fand dafür in der Orgel sein ideales Instrument und in der Improvisation seine besondere Passion.
Der Schwerpunkt seiner weiteren Ausbildung lag damit in der Improvisation, u.a. bei Evert Groen. Gleichzeitig absolvierte er bei Prof. Dr. Michael G. Kaufmann an der Hochschule für Kirchenmusik seine Zertifizierung zum Orgelsachverständigen. Die Improvisation als Alleinstellungsmerkmal der Orgel in der klassischen Konzertkultur wurde zum Schwerpunkt seiner regen Konzerttätigkeit.
Es entstanden Beiträge für Rundfunk und Fernsehen, wie z.B. ZDF-Fernsehgottesdienste, er spielte mehrere CD's ein, trat bei besonderen Veranstaltungen, wie Jazz- und Rockkonzerten und Gottesdiensten auf und führte musikalisch illustrative Begleitung von Stummfilmen an der Kirchenorgel durch. In seinen Konzerten ist der Übergang von Improvisation und Komposition fließend und führt mit der Nutzung aller klanglichen und stilistischen Möglichkeiten einer Orgel zu völlig neuen Klangerlebnissen.
In seiner eigenen Weise der Interpretation begeistert er auch junge Menschen und zeigt, dass die Orgel auch getrost unterhalten kann. Von 2006 bis 2011 war er Organist an der Ev. Kirche Stockstadt am Rhein und Kirchenmusiker der Ev. Kirche in Riedstadt-Crumstadt.
Seit dem 1. August 2011 ist er hauptamtlicher Organist an der großen Steinmeyerorgel der Ev. Johanneskirche in Darmstadt. Er begleitete mehrere Orgelprojekte und Produktionen, auch im europäischen Ausland,
kümmert sich um den Erhalt und die Sanierung historischer Instrumente, bis hin zu deren Weiterführung in die Moderne.
Mit seinem Label 
www.Klangerlebnis-Orgel.de führt er neben musikalischen Dienstleitungen auch Veranstaltungen und Schulungen durch, erstellt Gutachten und berät im Orgelbau.







Schwerpunkte und Beschreibung der Musik von Bernhardt Brand-Hofmeister:
Die Improvisation hat eine sehr hohe Bedeutung im Orgelspiel, häufig als Vor- oder Nachspiel zu den Gottesdienstliedern angewandt, da die vorgesehenen Literaturstücke nicht immer passend sind oder den zeitlichen Rahmen der liturgischen Handlungen sprengen würden. Improvisation ist für mich die schönste Art von Musik, da die Werke nicht am Schreibtisch entworfen und komponiert werden,sondern vielmehr aus einem Moment heraus entstehen. Der daraus entstehende Zufall erlaubt es nicht, die Stücke genau so wiederzugeben, wie wenn man ein Literaturstück spielt.
Jedes Stück ist also ein Unikat und immer wieder neu.
Es sind eigene oder vorgegebene Themen, die ich in meinen Orgelimprovisationen verarbeite -auch auf Zuruf- aus den Genres Jazz, Rock, Pop, Klassik, Movies und Sakral... Mein Schwerpunk im Improvisieren liegt hierbei im „symphonisch/romantischen“ Stil.
Auch das Improvisieren in andern Epochen ist auf Wunsch möglich.

Die Improvisation ist kein isoliertes oder selbständiges Handeln, sondern zeigt vielmehr die Verbundenheit zwischen Mensch und Musik. Es zeigt sich der wirkliche und gefühlte Zustand des Musikers. Ziel ist hierbei die Klänge der Orgel auf neue Weise attraktiv und faszinierend zu machen. Es kommt beim Zuhören keine Langweile auf, man bleibt gespannt auf die Entwicklung der Improvisationen und deren spieltechnischen Umsetzung, die die Orgel auf nie gehörte - unerhörte - Weise erklingen lässt.